Geschichte
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- Kategorie: Gastrobetriebe
- Zuletzt aktualisiert am Montag, 23. Januar 2012 15:21
Wieso heißt der Yardcup Yardcup?
Der Yardcup bekam seinen Namen über die lang gestreckte Form. Der Yard, ein bekanntes Längemaß misst 914,4 mm. Ursprünglich - dazu lesen Sie bitte weiter unten - wurde der Yard-Of-Ale aus Glas hergestellt. Die kelchartigen Becher wurden im Laufe der letzten Jahre zu Yardcups. In Deutschland nennt man Yardcups auch Hantelbecher, eine besondere Form des Mehrwegbechers. Im englischsprachigen Bereich werden sie oft mit der Kurzform Yarder bezeichnet.
Grundsätzlich gilt heute: Yardcups sind in der Regel länglich und sollten möglichst spannend geformt sein. Die Ausstattung mit Deckel ist beim modernen Yardcup ein praktischer Aspekt, denn so verhindern Yardcups das Kleckern zum Beispiel mit Slush oder Softdrinks. Ein langer Strohhalm, der den Becher dicht abschließt, krönt den Yarder. Yarcups in klassischer Form, also ohne Deckel, sind das ideale Kultgefäß für jede Party, die Diskothek, die Fan-Meile oder das Stadion.
Yardcups werden heute in der Regel aus Kunststoff hergestellt und sind dadurch willkommene Mehrwegbecher bei Großveranstaltungen.
Das schreibt die freie Enzyklopädie Wikipedia zum Yardcup (Trinkgefäß):
Ein Yard, auch Yard-Of-Ale, Long Glass, Ells Glass oder Cambridge Yard Glass ist ein hohes Trinkglas, welches für gewöhnlich zum Konsum von Bier verwendet wird.
Namensgebung und Aufbau
Seinen Namen hat das Glas seinen Abmessungen zu verdanken. Es hat für gewöhnlich eine Höhe von einem Yard (91,44 cm) und ein Fassungsvermögen von zwei imperialen Pints (1,14 l). Allerdings existieren auch kleinere Yard-Of-Ale Gläser mit einer Höhe von nur 18 Inch (45,72 cm) und größere mit einer Höhe von über einem Yard und einem Fassungsvermögen von bis zu 4 Pints (2,27 l). Das Glas besteht aus einer trichterförmigen Röhre, welche ca. 85% der Glashöhe einnimmt; dieser mündet in einer Kugel. Aufgrund dieser Bauweise kann das Glas nicht ohne Hilfsmittel abgestellt werden. Für gewöhnlich stellt man es in eine spezielle Halterung oder hängt es an die Wand.
Geschichte
Das Yardglas wurde das erste Mal im Jahr 1617 von Thomas Young in England's Bane erwähnt. In John Evelyn's Tagebuch findet man am 10. Februar 1685 einen weiteren Hinweis darauf. Hier wird beschrieben, dass zur Feier der Proklamation von König James II. in Bromely (Grafschaft Kent, England) vom Hochsheriff, seinen Offizieren und hohen Gentlemen aus einem „Flintglas von einem Yard Länge“ getrunken wurde.
Auch wenn es laut Evelyn den Anschein hat, dass das Yard nur zu speziellen Anlässen verwendet wurde, gibt es doch reichlich Hinweise darauf, dass es vor allem in Rasthöfen, Tavernen und Pubs für den alltäglichen Gebrauch bei Trinkwettbewerben verwendet wurde. Dieser Gebrauch hält bis in die heutige Zeit an. So findet sich im Guinness-Buch der Rekorde von 1975 ein Eintrag der belegt, dass Peter Dowdeswell aus Earls Barton, England, es geschafft hat ein Yard-Of-Ale mit einem Fassungsvermögen von 2 imp.pt (etwa 1,14 Liter) Bier innerhalb von 5 Sekunden auszutrinken.
Verbreitung und Verwendung
Yardgläser findet man vor allem in Großbritannien, wo sie für etwa 400 Jahre in Gebrauch waren und teilweise noch sind. Auch in Neuseeland und Irland sind diese Gläser zu finden. Aufgrund der Bauart wird das Yard gerne für Trinkspiele verwendet. Es ist schwer, das Glas abzusetzen, ohne dass beim Zurücklaufen des Inhaltes etwas herausspritzt. Ebenso kann es passieren, dass sich der Inhalt des Glases über den ungeübten Trinker ergießt, sobald sich in der Kugel eine Luftblase bildet.
Antike Yardgläser sind aufgrund der Zerbrechlichkeit ihres Materials kaum noch vorhanden. Eine der größten Sammlungen von Yardgläsern unterhält die Familie Sackville aus Knole House, Sevenoaks in der Grafschaft Kent, England.